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Wie kaum ein Theologe vor und nach ihm hat Schleiermacher den Nerv und den Ton seiner Zeit getroffen; als Publizist, Professor und Pfarrer hatte er den Status eines Popstars. Spricht er auch in und zu unserer Zeit? Als Theologe hat er daran gearbeitet, die Kluft zwischen Kirche und Nichtkirche, zwischen Kirche und Kultur, Kirche und Gesellschaft, zu überwinden. Wie steht es heute mit Theologie und Gesellschaft, mit Kirche und Öffentlichkeit? Was überhaupt ist heute Öffentlichkeit? Und wie steht es mit seinem Lieblingsthema: der Menschheit – „das ist der Stoff der Religion“ –, der Gattung Mensch?

Fünf Gesprächsabende

Fünf Abende für fünf Reden
Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern  

So heißt, 1799 erschienen, das berühmteste Buch Friedrich Schleiermachers, dessen 250. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern. Ein selbst- und sendungsbewusster Redner, das ist gleich auf den ersten Blick erkennbar, spricht in diesen Reden mit einer vielleicht nicht immer deutlichen, aber schwungvollen, auch witzig satirischen Sprache. Seine Adressaten leben in „geschmackvollen Wohnungen“, in denen sie nichts Höheres oder Tieferes erstreben, dennoch „nach allen Seiten um Hülfe rufen, um dasjenige festzuhalten, was sie für die Angeln der Welt und der Gesellschaft, der Kunst und der Wissenschaft halten, die sich nun (d.h. zehn Jahre nach der Französischen Revolution) durch ein unbegreifliches Schicksal wie von selbst aus ihren innersten Gründen emporheben und fallenlassen, was sich so lange um sie bewegt hatte.“ Ihnen hat er Erstaunliches mitzuteilen: Religion hat mit Moral nichts zu tun; auch nichts mit Metaphysik: der Suche nach der Wahrheit hinter Gott, Welt und Mensch; auch Gott ist gar nicht so wichtig für die Religion; und die Sehnsucht nach Unsterblichkeit „ganz irreligiös“: ängstliche Sorge um die eigene Persönlichkeit.

Das Buch ist als Reclamheft erschwinglich erhältlich. Wir werden die fünf Reden an fünf Abenden in Auszügen lesen und besprechen: Am 9., 23. und 30. Oktober, am 13. und 27. November jeweils 19.30 Uhr, Taubenstraße 3, 10117 Berlin.  

Letzte Änderung am: 09.10.2018