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RSSPrint

"Urban gardening" für die Seele

Zur Amtseinführung von Pfarrer Dr. Alexander Arno Heck am 03. Oktober A.D. 2021

Am 3. Oktober A.D. 2021 um 14 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche werde ich in einem Gottesdienst feierlich in mein Amt als neuer Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde in der Friedrichstadt eingeführt. Ich freue mich sehr auf die damit verbundenen neuen Aufgaben und Herausforderungen. Dazu passt, dass wir an diesem Tag Erntedank feiern. Geht es doch ums Säen. Also darum, dass im eigenen Leben und in dem einer Gemeinde etwas wachsen und gedeihen kann.


Kennen Sie urban gardening? Das liegt voll im Trend. Wer in der Stadt auch nur einen kleinen Balkon oder eine Terrasse hat, muss nicht auf Blühendes und Grünes verzichten. Überall ist Platz für einen feinen Garten. Die Freude und das Staunen stehen dabei im Mittelpunkt, Pflanzen wachsen zu sehen und eigenes Obst oder Gemüse ernten zu können. Ein kleiner Garten Eden. Ein Ort, der duftet und einlädt zum Verweilen.
Wir feiern Erntedank. Mitten in der Stadt. Urban gardening ist eine Übung für die Seele. In Warten, Geduld und Hoffnung. Dass die eigene Saat aufgeht. Wer gärtnert, bekommt ein Gefühl dafür, dass bei aller Fürsorge Wachstum und Gedeihen nicht allein in der eigenen Hand liegen. Gärtnern macht also irgendwie gläubig. Und dankbar. „Lobe den HERRN, meine Seele!“ (Psalm 104). ER lässt Brunnen quellen, Gras wachsen und Saat aufgehen.


Erntedank wird so zu einer Einübung in die Dankbarkeit. Dafür, dass das eigene Leben sich der Güte Gottes verdankt. Alles Wesentliche im Leben können wir nicht selbst herstellen, sondern uns nur schenken lassen. Die Liebe, die Vergebung, den Trost, die Orientierung. Nicht immer nur machen, sondern empfangen. Es lassen. Zulassen. Auch mal gutseinlassen. Das sind „heilsame Passivitäten“. Wie beim Gärtnern. Urban gardening für die Seele.

Dankbar, Ihr Pfarrer Dr. Alexander Arno Heck.

Einladung zum Gottesdienst und anschließendem Empfang